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2009-12-31 | Reisetag 488 | 38688 km

Daniel | 2009-12-31

Ein Tag, den man ohne Zweifel als verrückten Jahresabschluss bezeichnen kann. Wir hatten eine lange Etappe bis Lhasa, der Hauptstadt Tibets vor uns. Die Nacht war bitter-bitterkalt. Als ich den Ölstand am Motorrad prüfte, konnte ich den Vergleich zwischen dem Ölmessstab aus dem Motor und einem Löffel aus einem Honigglas nicht leugnen. Vom Frühstück im Hotel nahm ich zwei Thermoskannen mit heissem Wasser mit auf dem Hof, goss sie mir langsam über die Zylinder und bedankte mich hochachtungsvoll bei der Batterie als sie nach zwei Minuten rödeln, endlich den Motor in Gang brachte.

Noch bevor ich den Helm aussetzte fing es an zu schneien. Für die ersten 100km brauchte ich 5 Stunden. Es war eine Höllenfahrt. Ich zählte ein Auto pro 8 km im Strassengraben. Zweimal war es die Polizei die sich überschlagen hatte. Ein Fahrer in einem chinesischen X5 Nachbau wurde von einem Lkw von der Strasse geschoben und stand blutüberströmt neben seinem Fahrzeug. Ich weiss nicht wie, aber ich erreichte Lhasa ohne blaue Flecken.

In Lhasa freute ich mich auf etwas leckeres zu essen und wurde mit eine “Hot-Pot” Essen verwöhnt. Wir sassen um einen runden Tisch, mit Loch und Feuerstelle in der Mitte. In den “heissen-Topf” wurden dann allerlei Zutaten geschmissen. Yakfleisch, Huhn, Pilze, Kartoffeln, Gemüse und so Zeug. Man hätte es vielleicht etwas mehr geniessen können, wenn beim Fischen im Topf nicht immer, entweder der Kopf, oder die Füsse des Hahns aufgetaucht wären.

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