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2009-12-12 | Reisetag 469 | 38688 km

Daniel | 2009-12-12

Vom Schreibtischstuhl in die Everest Gegend, Teil 1

Eine der gefährlichsten Landebahnen der Welt soll es in Lukla geben. Lukla ist der Ausgangspunkt für die meisten Expeditionen, 30 Minuten Flugzeit östlich von der Hauptstadt, von dem man sich in die höchsten Berge der Welt vorwagt. Durch viele Erzählungen von anderen Berg-begeisterten wusste ich, wie sich der besagte Flughagen anfühlt, bevor ich überhaupt gelandet bin.

Trotzdem krallte ich mich am Sitz fest, als ich der eigenen Erfahrung nah kam  – und das nicht nur weil ich herausfinden musste, dass keine der Beschreibungen, auch nur ein bisschen übertrieben waren. Die Landebahn ist zwar im Gegensatz zu der in Namche-Bazar, wo ich ein paar Tage später den berühmten, indischen Nachrichtensprecher Siddharth Sharma vom Star-Television-Sender treffen und vor meiner Kamera bezüglich der Konferenz der nepalesischen Minister im EBC (Everest-Base-Camp) interviewen durfte, asphaltiert – aber dafür ziemlich kurz. Ausschlaggebender für die Ausschüttung von einer ordentlichen Ladung Adrenalin ist aber nicht die Länge, oder besser Kürze der Landebahn sondern die 12% Steigung.

Ich weiss, die Jungs haben da in den Bergen nicht so viel Platz um ordentliche Flughäfen zu bauen, aber wenn man sich mal ein Strassenschild, das heisst ein rot-umrandetes Dreieck mit dem Gefälle und “12%” drauf und die unweigerlich, direkt darauf folgende steile Bergstrasse ins Gedächtnis ruft, wird klar, welche Gefühle einen beim Landeanflug in Lukla aufsuchen.

Um die kompakte, aber täglich in Gefahr versetzte Infrastruktur und Bevölkerung Luklas zu schützen, gibt es auch am Ende der von der Luft aus nahezu quadratischen als lang und strichartig scheinenden Landebahn, eine Steinmauer. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die Piloten, Sekunden nach dem Landen mit viel zu hoher Geschwindigkeit und einem Flügel auf dem Asphalt kratzend, scharf rechts einlenken und auf dem Hinterhof-grossen Hangar, geradeso zum stehen kommen.

Ich war froh, als ich wieder unten war, aber eben oben – Lukla liegt nämlich schon auf 2800 Meter. Jetzt konnte es losgehen…

1 Kommentar
  1. 2009-12-13 (13:27)

    Lutz

    Hallo Daniel !
    Freut mich, dass Du den Ausflug in den Himalaya, trotz Strapaze , anscheinend genießen konntest.

    Gruß
    Lutz

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