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2010-01-02 | Reisetag 490 | 33550 km

Daniel | 2010-01-02

Den berühmte Tempel in Lhasa und Wintersitz des Dalai Lama (wenn er nicht gerade im Exil ist) muss man sich anschauen hat man mir gesagt. Die unzähligen Buddha-statuen, Schriftrollen und prunkvollen Särge der verstorbenen Lamas haben mich nicht so bewegt. Vielmehr das Verhalten der Pilgerer – wir waren die einzigen Langnasen unter den Besuchern.

Entlang der verwinkelten Gänge durch den Tempel wurden die Geldscheine von den Mönchen mit grossen Besen zusammengekehrt und am Eingang als Wechselgeld für die grossen Scheine angeboten. Die Pilgerer werfen dann die kleinen Scheine in alle Ecken, oder wo sie es für sinnvoll halten – wahrscheinlich um Lamas oder Götter zu ehren. Selbst Buddhismus, die friedlichste Religion die ich kenne, wertschätzt Geld. Andere Besucher bringen ein riesiges Packet Butter mit, um kleine Stückchen in die unzähligen Butterkerzentöpfe zu verteilen. Auch ein sehr interessantes Ritual. Es scheint auch keinen zu stören, dass die Mönche die überfüllten Butterkerzentöpfe vor den Augen der Besucher entleeren um Platz für mehr Butter zu machen. Die Butter wird dann in Säcken und Eimern im Hintergrund aufbewahrt. Vielleicht für die Nacht, wenn keine Besucher da sind…

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