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2010-03-15 | Reisetag 562 | 38842 km

Daniel | 2010-03-15

Die Amerikaner geben Millionen aus, wofür?

“Keiner wird zurückgelassen!” Kommt bekannt vor, oder? Diese Aussage scheint in jedem Hollywood-Kriegsfilm vorzukommen. Eine der amerikanischen Kriegsgesetzte ist es, jeden gefallenen Soldaten zu Hause zu beerdigen. Es sind immer noch eine Menge amerikanische Vietnamkrieg-Soldaten vermisst. Dieses Jahr am 30. April ist der Krieg seit 35 Jahren vorbei. Bis heute kommen jedes Jahr amerikanische Spezialisten um den Urwald zu durchkämmen. Ältere Laoten werden nach Hinweisen und Bruchlandungen aus der Zeit befragt. Mir wurde ein Fall geschildert in dem die DNS-Struktur von gefundenen Knochenresten mit der DNS-Struktur des Speichels an dem Klebestellen von tausenden von Briefumschlägen, die zur Zeit des Krieges an die Mütter, Ehefrauen und Freundinnen verschickt wurden, verglichen wurden. Ob Du es glaubst oder nicht, es gab Übereinstimmungen.

Jeder Fall in dem ein paar Knochenstückchen in einem Sarg, mit Gewehrschüssen in die Luft, wehenden Flaggen auf typische amerikanische Art, beerdigt werden können, kostet Millionen.

In den letzten 35 Jahren nach dem Krieg, haben ca. 12.000 Laoten Arme, Beine oder das Leben an nicht explodierter Munition (UXO) verloren. Auf www.copelaos.org gibt’s mehr Informationen. Man hat ausgerechnet, dass noch ca. 78 Millionen UXOs in Laos allein rumliegen. Ich habe aber noch nicht davon gehört, dass die Amerikaner Geld fürs Aufräumen nicht explodierter Munition in Laos, Kambodscha oder Vietnam ausgeben. Hast Du?

2 Kommentare
  1. 2010-03-17 (20:15)

    Jules

    Die Suche und Beerdigungen nach immernoch vermissten (!) Soldaten sind eine Form der Aufarbeitung. Nicht die richtige, aber auch nicht die falsche. Die zu kurz gedachte, und von falscher Seite gesteuerte, denke ich.
    Die Minen sind das weltweite Problem, das, was vom Kriege übrigblieb. Es gibt seit 1999 die “Mine Ban Treaty”, ein Vertrag zum Verbot von Antipersonenminen (denen, die nur Menschen verletzen, keine gepanzerten Fahrzeuge oder Größeres). Den Mitgliedsländern ist Einsatz, Produktion, Lagerung, Weitergabe verboten und sie sind zur Vernichtung aller Lagerbestände verpflichtet. Die von Minen nicht betroffenen Staaten haben sich verpflichtet, den von Minen verseuchten Staaten bei der Minenräumung zu helfen. Laos, Vietnam sind keine Mitgliedsländer, so auch die USA nicht. Andere Minen sind nicht verboten.
    Weiteres hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Ottawa_Treaty
    und hier:
    http://changingworld.bplaced.net/?p=449

  2. 2010-03-19 (13:20)

    Lutz

    Hallo !

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/kriege.html

    Hat es in irgend einem Land eine Demokratisierung durch den US Einsatz gegeben ?

    Gute Reise !
    Lutz

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